Der Geschmack vom Metzger, aber pflanzlich gedacht
Bei Omma gab’s früher oft Mett – mit Zwiebeln, Senf und meistens auf Dortmunder Kümmelkringel (Salzkuchen). Heute greifen wir zu Reiswaffeln statt Schwein, aber der Charakter bleibt: würzig und zwiebelig. Geht schnell, schmeckt erstaunlich echt und passt perfekt aufs Abendbrot.
Zutaten (für ca. 4 Portionen)
- 6–7 ungesalzene Reiswaffeln
- 2 EL Tomatenmark
- 1 kleine Zwiebel (sehr fein gewürfelt)
- 1 Schuß Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
- 1 TL Senf (mittelscharf)
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- ½ TL Paprikapulver, rosenscharf (optional, aber pottig gut)
- ½ TL Knoblauchpulver
- ½ TL Zwiebelpulver
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer, frisch gemahlen
- ca. 80–100 ml heißes Wasser
Optional, aber sehr zu empfehlen:
- ½ TL Majoran
- ein paar Tropfen Sojasauce
- fein geschnittener Schnittlauch oder Petersilie
Zubereitung
- Reiswaffeln vorbereiten
Reiswaffeln grob zerbröseln und in eine Schüssel geben. Mit dem heißen Wasser übergießen, kurz ziehen lassen, bis sie weich sind. - Masse herstellen
Tomatenmark, Öl, Senf und alle Gewürze zugeben. Alles gründlich vermengen, bis eine streichfähige, leicht faserige Masse entsteht. - Zwiebeln unterheben
Die fein gewürfelte Zwiebel unterrühren. Jetzt abschmecken: Salz, Pfeffer, ggf. Maggi oder etwas mehr Schärfe. - Ziehen lassen
Das vegane Mett mindestens 10–15 Minuten durchziehen lassen (besser länger) dann verbindet sich der Geschmack richtig, fast wie früher auf der Anrichte.
Servieren
- Klassisch auf Graubrot oder wie in Dortmund üblich auf einem Kümmelkringel (Salzkuchen)
- Mit rohen Zwiebelringen obendrauf
- Dazu Senf, Gewürzgurken oder/und ein kaltes Bier
- Oder als vegane Mettplatte für Gäste (niemand merkt sofort, dass dat kein Fleisch ist)
Tipp aus der Pottküche
Lässt man das über Nacht im Kühlschrank stehen, wird der Geschmack noch runder.
